Berlin steigt um - Förderung von Lastenrädern durch das Land Berlin

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(Jon Richter) #1

Hi @tom weißt du hierzu mehr, und wie sich dies auf unser Schubladenprojekt auswirken würde? Ich höre schon von Leuten, dass sie einen Rohrkrepierer vermuten und massig ruhende LaRas in Hinterhöfen erwarten. Und die Infrastruktur drumherum muss doch auch nachziehen, oder?

Lastenräder können viele Aufgaben im Alltag übernehmen. Mit Elektro-Unterstützung sind sogar weite Strecken und der Transport schwerer Lasten möglich. Lastenräder sind eine echte Alternative zu Auto und Lieferwagen: Sie schonen die Nerven, weil die Parkplatzsuche entfällt und den Geldbeutel, weil der Unterhalt günstig ist.

Kinder, Kisten, Krempel – fast alles passt auf Lastenräder


(Ingo Keck) #2

Lass mich kurz einen Kommentar zum Rohrkrepierer abgeben: Ich glaub nicht dass das schief geht. In Berlin fährt jetzt schon einiges an Lastenrädern und die Erfahrungen die ich so mitbekomme sind durchweg positiv. Natürlich gibts Kritikpunkte am Projekt: Warum extra Geld für Elektroräder? Warum kein Geld für Lastenanhänger?

Infrastrukturmäßig steht Berlin im Vergleich so schlecht nicht da, viele Radwege sind entbläut so dass man die Fahrbahn benutzen kann, Abstellplätze sind nicht immer aber doch relativ häufig so dass da auch Lastenräder hinpassen. Oder was meintest Du konkret?


(Jon Richter) #3

Ja genau. Auf der Senatsseite zu Radverkehr finden sich ja auch so einige Instrumente, mit denen die Infrastruktur aufgebaut werden soll. Die Stadt hätte wahrscheinlich Interessierte, auch in der Verwaltung, die diese Themen gezielt voranbringen wollen würden. Die Arbeit der Ressorts ist aber auch budgetabhängig, sodass hier eher noch ein politischer Hebel anzulegen wäre.

Ich dachte tatsächlich an eine Abkehr von dem Verständnis davon, dass Autos nicht die primären Verkehrsteilnehmer sind, und auch dementsprechend geplant und gebaut würde. In Frankreich werden bspw. in letzter Zeit viele Städte mit Straßenbahnen aufgerüstet, die vorher nur ein minderwertiges ÖPNV Angebot hatten. In diesem Zuge werden häufig auch die Medien auf der Straße getrennt und die Autospuren in ihre Schranken gewiesen :smiley: Statt vierspurig in zwei Richtungen geht es dann eben nur zweispurig in zwei Richtungen. Dafür bleibt aber horizontaler Raum übrig, welcher sich auf Böschungen und Grünstreifen zwischen den Medien verteilen kann.

Solche Ideen meine ich. Da Infrastruktur umzubauen tendenziell langfristig zu organisieren ist, verbleibt uns die Frage nach inklusiven Partizipationsmöglichkeiten zu stellen.