Pragmatischer Geotagging-Workflow


(Thomas Kalka) #1

Zurecht wird das Fehlen einfacher Werkzeuge zum politischen Geotagging angemahnt.

Hier ein low-cost Vorschlag, dieses jetzt durch soziale Norm zu implementieren.

Grundidee: Trennen von Metadaten / Inklusion / Exklusion

Drinnen und Draußen, dass ist für viele die entscheidende Frage.
Das soll jeder selbst entscheiden und dazu reicht es, eine positiv- und negativ-Liste mit URLs irgendwo zu veröffentlichen. Diese könnte auch durch das Verabreden einfacher Auszeichnungsformate mit weiteren Metadaten angereichert sein.

Das tatsächliche Verorten auf der Welt kann “wertfrei” durch das Eintragen der einzelnen URLs in Openstreetmap erfolgen. Dazu braucht es überhaupt keine Diskussion um In- oder Exklusion.
Manch einer wird die gleiche URL in der Liste zu Unterstützenden Bio-Bauernhöfe haben, manch anderer in zu beobachtenden völkisch motivierten Zusammenschlüssen – für den Eintrag in OSM wäre die Diskussion darüber aber unerheblich.

Soweit erstmal. Fragt bitte nach.


(Helmut) #2

Klingt super! Das ist ja unser Mantra bei der Karte von morgen. Jeden kartieren lassen was er will und durch hashtags und Positivfaktoren (Bewertungen) sicher stellen, dass jeder das filtern kann, was er für gut erachtet.
Es muss halt idioten sicher sein, wenn man eine relevante Wirkung für die Transformation erlangen will. Da bin ich mir unsicher, ob das mit dem osm Editor so einfach ist.

Gruß Helmut


(Gualter Barbas Baptista) #3

I am not sure I fully understand the proposal in German and how this is different from the proposal I wrote here a few years ago: Leave it to the user: collectively shaping taxonomies to express plurality of narratives

If I understand well, you want to have a free classification and entrance of points, while allowing the user to classify them later on to present the charts they want. If this is the point, I believe it goes in the right direction.

However, my proposal wanted to extend this into collective dialogues, by allowing users to build filter presets: combinations of key-values used to create very specific maps, which can be improved, forked, adapted over time. We have an interesting decoupling of this through the base.transformap.co. Missing was a nice user-friendly query builder.


Strategies for Mapping the eco-social and solidarity economy in soldarity
(Jon Richter) #4

Ja, wir brauchen eine Umgebung, in welcher wir die unterschiedlichen Metadaten der verschiedenen Karten diskutieren können. Leider war die Ankündigung auf der Mailingliste etwas überhöht, als dort erwähnt wurde, dass das abschließende Kartierungswerkzeug “programmiert” wurde, wohingegen hier lediglich eine sozialer Algorithmus vorgeschlagen wurde.

Zudem dieses Vorgehen auch noch nicht die Frage danach beantwortet, wie wir den Atlas weiter nutzen, um die individuell sehr verschiedenen Ansätze mit einander ins Gespräch zu bringen. Nach meinem Verständnis dieser Diskussion lässt sich dieses Verfahren nur auf einzelnen Seiten anwenden.

Wäre es womöglich eine kluge Idee die Atlasdaten aus dem Semantic MediaWiki wiki.transformaps.net ins Wikibase base.transformap.co zu übertragen und den knowledge graph von dort aus weiterzuentwickeln? Wir brauchen so oder so irgendwo eine Single Source of Truth, wenn wir gewisse Daten visualisieren wollen.

Bleiben wir bei der Übereinkunft weiterhin lose gekoppelte Systeme zu bauen, besteht mein Vorschlag CKAN als Datenkatalog/Atlas zu verwenden fort. Ich hoffe ihr hattet bereits einmal mit http://ec-melodies.github.io/demo-portal/ gespielt?