Requirements with focous on local overview of transition 'pois'


(Michael) #1

The last communication for the mapping workshop was in German language, so prepared this in German. There is little time left to the start of the workshop. So I past it in Graman and will add a translation later:

Hintergründe:
Meine grundlegende Motivation war und ist, mir über einen regionalen Ausschnitt (z.B. 50x50km u. tiefer hinein gezoomt) einen Überblick über bestehende ‘transformierende’ Initiativen zu machen. Das schliesst mit ein, dass ich nicht oder teilweise erfasste Initiativen, die ich aus meiner regionalen Vernetzung her kenne, ergänzen / ergänzend mit Tags versehen möchte. Über monatelange Recherche bin ich über OpenEcoMap, Green Map (auf Basis Google Maps) etc. auf Transformap und die Hintergründe mit SSEDAS / SUSY etc. gestossen.

Meine Schlussfolgerungen beruhen zum Grossteil auf ‘reverse engineering’. D.h. ich habe aus meinen Beobachtungen Rückschlüsse gezogen, die durchaus zu allgemein oder ganz falsch sein können.

Nachfolgend Anforderungen aus meiner Sicht, die zwangsweise auch durch diese Vorgeschichte geprägt sind:

1. Öffentlichkeitswirkung
1.1. Beschreibung von Transformap in Wikipedia
OpenSeaMap und andere OSM-Projekte sind in Wikipedia beschrieben - warum nicht auch Transformap?

1.2. Konsolidierung widersprüchlicher Unterlagen und Aussagen
Vor allem diejenigen Unterlagen, über die neue Benutzer üblicherweise erstmals auf Transformap stossen, sollten so schlüssig sein, dass sie Neue nicht abschrecken. Die Eintrittsschwelle muss niedrig sein, denn es gibt auch Lösungen mit Google Maps, die auch von transformierenden Gruppen intensiv genutzte werden.

Beispiele zu Widersprüchen:

  • Die Darstellung in OSM-Wiki passt nicht (mehr) zu dem, was auf den ersten Links von www.transformap.co steht.
  • Es gibt zwei unterschiedliche Karten: viewer.transformap.co und demo.transformap.co. Das ist durchaus legitim. Allerdings wird auf den Unterschied nirgends in den Karten hingewiesen, noch wird der Unterschied an einer naheliegenden Stelle (auch im Sinne von ‘Anzahl der Clicks’) genauer beschrieben.
  • Bei der Beschreibung der Tagging-Informationen wird zuerst beschrieben, wie es früher mal angedacht war. Das mag durchaus interessant sein. Wichtig ist allerings vorrangig die aktuelle Konvention.

1.3. Tagging für Transformap
Die Hürde für Anwender muss niedrig sein, nodes zu erfassen - und insb. bestehende nodes um Tags zu ergänzen, die zu einer Anzeige in transformap führen. Für die häufigsten Anwendungsfälle (Use Cases) sollte das einfach beschrieben und damit durchführbar sein. Die (bereits vorhandene) Vertiefung auf abstrakter Ebene wäre dann ein Link ‘weiterführende Infos’.
Beispiel:
Ein Einöd-Bauernhof ist seit Langem erfasst. Dass er/sie Bio-Anbau und einen Hofladen dazu betreibt ist noch nicht hintedrlegt, in Transformap ist noch nichts zu sehen.

1.4. Reihenfolge der Bearbeitung
Ich halte es für klug, zuerst (!) die größten Widersprüche in den Unterlagen zu konsolidieren, bevor die Werbetrommel per Wikipedia rührt. Es ist fraglich, ob verprellte Anwender einen zweiten Versuch unternehmen.

2. Datenbasis
2.1. Meta-Sicht auf die Daten
Im Sinne einer Datentransparenz finde ich es äusserst unglücklich, dass die SSEDAS- und (OSM-) Demo-Transformap offenbar völlig isoliert voneinander sind. Dass SSEDAS sein eigenes Süppchen kocht ist schade, aber zunächst Fakt. Die Frage ist, ob es vom Lizenzrecht und technisch mit vertretbarem Aufwand möglich ist, die Daten von Initiativen aus SSEDAS und OSM in einer gemischten Karte darzustellen.

Beispiel:
Im Raum einige km nordöstlich von Innsbruck gibt es eine Reihe von SSEDAS-Initiativen, die in OSM (demo.tranformap.co) nicht zu sehen sind.

2.2. Daten-Export einer Region
Z.B. für die Pflege der regionalen Vernetzung fände ich es praktisch, wenn die Daten einer bereits gefilterten Region exportierbar wären, z.B. um größere Veranstaltungen anzukündigen. Es ist ja dann ohnehin schwierig, das mit dem eigenen Adress-Stamm abzugleichen. Das in der Karte zu machen erscheint mir noch weniger praktikabel. Ideal wäre, wenn sich SSEDAS und OSM nicht gründsätzlich unterscheiden würden (Gesamtsicht; Lizenz der Daten?)

3. Filterung
3.1. Unterstützung von multi-value-keys
Bei der Korrektur eines Secondhand-Buchladens (shopp=books;secondhand) ist mir aufgefallen, dass das zum Verschwinden fürt - in OSM als Buchladen, in Transfromap erscheint er nie als ‘secondhand’. Möglicherweise ein Problem von overpasss-turbo?

3.2. Komfortable Filterung auch auf OSM-Basis
Die Filterung in der SSEDAS-Transformap ist mit Check-Buttons etc. feiner justierbar als die der demo.transformap.co auf OSM-Basis. Der gleiche Komfort für OSM wäre für mich hilfreich.

4. Web GUI
4.1. Filterung
Filterung siehe Kap. 3.

4.2. Meta-Sicht auf die Daten
Zu Meta-Sicht SSEDAS/OSM siehe 2.1.
Die Karte demo.transformap.co auf OSM-Basis erzwingt bereits durch die URL eine Trennung z.B. von Identity, Organic, … Eine Gesamtsicht bzw. eine benutzerspezifische Filterung auf Basis dieser Gesamtsicht ist so nicht möglich.

4.3. Einstellungen der GUI während Sitzung erhalten
Ausgewählte Optionen sollen währender der Browsersitzung erhalten bleiben, z.B. das ausgewählte Karten-Layer (…, OSM Humanitarian, OSM Mapnik)

4.4. Permanent-URL
Eine beziehbare Permanent-URL, die die Region, Zoomstufe, gewählte Optionen (Filter, Kartenlayer), wäre praktisch für (Recherche- oder Erfassungs-) Arbeiten, die sich über Tage hinziehen.


(Helmut) #2

Hallo Michael

Danke für dein Feedback. Auch für mich als langjähriger Teil der TransforMap Initiative sind viele deiner Fragen offen.

Könntest du dich denn technisch hier einbringen? Es gibt derzeit einen Ansatz mit einer Commons-API all diese Karten zu verknüpfen. Auch mit der http://kartevonmorgen.org/ (die wesentlich nutzerfreundlicher ist) Aber gerade das Abspeichern in die OSM ist leider nicht so einfach, weil osm verlangt, dass alle Edits in der eigenen Datenbank gemacht werden und nicht automatisiert übertragen werden…

Aber die richtigen Experten könnten das vielleicht auch lösen…

Gruß
Helmut


(Jon Richter) #3

Werter @metapermi,

vielen Dank für deinen Beitrag zur dieswöchigen Intermapping Kartierwerkstatt in Witzenhausen. Tatsächlich stellst du richtig fest, dass die Dokumentation der unterschiedlichen Ansätze zurückgefallen ist, beziehungsweise nie eine kanonische Dokumentensammlung erstellt noch angestrebt wurde. Es gibt vielmehr viele Fragmente.

Eine Verzahnung mit OpenStreetMap wird momentan nicht mehr verfolgt. Daher zeigen die ersten Experimente auch Versuche auf OpenStreetMap, wohingegen die späteren Karten eine eigene Dateninfrastruktur verwenden. Eine Zusammenführung beider wäre möglich, wenn wir zunächst insgesamt mit der Verschneidung von verschiedenen Karten vorankommen.

Die technischen Kommentare betreffen die unterschiedlichen Produkte, welche im Laufe der Jahre entstanden sind. Die Frontends davon sollten wir mE einstampfen und neu bauen, anstatt weiter Zeit und Resourcen auf sie zu verwenden. Den Datendienst könnten wir jedoch weiter entwickeln, insbesondere in Bezug auf die Ergebnisse des Code Reviews letzte Woche und geographische Abfragen.

Hättest du ferner Lust dich mit deinen Kommentaren zur Öffentlichkeitswirkung in die Frage Quo vadis, TransforMap einzubringen?